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Sie befinden sich hier: Home - Orchideen-Doktor - Bestimmungsschlüssel - Hundertfüssler

Der Orchideendoktor: Hundertfüssler (Chilopoda)

Hundertfüssler
Hundertfüssler (Foto von Elisabeth)


Beschreibung:

Tiere mit langgestrecktem, segmentierten, abgeflachtem Körper. An jedem Körpersegment befindet sich 1 Beinpaar. Die Körperfarbe ist meist weißlich bis hellbraun. Die Fortbewegung ist flink. Das vordere Beinpaar ist zu Greifbeinen mit Giftklauen umgewandelt.
 

Wissenswertes:

Hundertfüssler leben räuberisch, d.h. sie ernähren sich von anderen Tieren. Mit den vorderen Greifbeinen mit Giftklauen fangen und lähmen sie ihre Beute. Die einheimischen Arten sind für den Menschen völlig ungefährlich. Vertreter sind z.B. Geophilus und Lithobius. Vertreter aus den Tropen hingegen können für den Menschen gefährliche Vergiftungen verursachen. Hundertfüssler können bis zu 177 Beinpaare haben, die einheimische Arten haben aber nur 15 davon. Hundertfüssler meiden das Licht, sind also nachtaktiv. Sie verstecken sich z.B. in luftige Substraten, aber auch unter Baumrinden und Steinen.
 

Symptome / Schaden:

Schäden an Pflanzen sind durch die Anwesenheit nicht zu erwarten. Über einen Hundertfüssler im Substrat der Orchidee sollte man sich also freuen, denn er ist wie ein guter Hausgeist, der Schädling frisst. Er ist also kein Schädling, sondern ein Nützling. Da sie auch kein Substrat fressen, verdichten sie dieses auch nicht.

Hundertfüssler sind also höchstens ein ästhetisches Problem - manche Menschen ekeln sich vor ihnen.

Tausendfüssler werden machmal mit Hundertfüssler verwechselt. Hier hilft sicher ein Blick auf das Foto dieser Seiten: Tausendfüssler haben im Gegensatz zu den Hundertfüsslern einen rundlichen Körper. Sie stellen bei Orchideen eher ein Problem dar, da sie das Substrat verdichten.
 

Bekämpfungsstrategie:

Hundertfüssler findet man machmal in den Übertöpfen und Giesswannen, aber auch auf und in dem Substrat. Da sie keine Schädlinge sind, braucht man sie auch nicht zu bekämpfen. Wer diese Tiere nicht im Haus haben möchte, sollte die absammeln und aussetzten.
 
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